Textile Pracht. Die Tapisserie als Kunstwerk
Tapisserien waren die Königsdisziplin ihrer Zeit. Vorwiegend von Kaisern, Königen und der hohen Geistlichkeit in Auftrag gegeben, waren sie die kostbarsten Kunstwerke, mit denen man sich umgeben konnte. Die Fürsterzbischöfe von Salzburg besaßen im Barock umfängliche Bestände von Werken dieser Bildwirkerei. Sie waren nicht für die dauerhafte Ausstattung von Räumen gedacht, sondern wurden zu besonderen Anlässen präsentiert.
In einem Podiumsgespräch ergründen die Tapisserien Spezialistin und Direktorin der Kunst- und Schatzkammer des Kunsthistorischen Museums Katja Schmitz-von Ledebur, die Textilrestauratorin Regina Knaller und die Direktorin des DomQuartiers Andrea Stockhammer die besonderen Qualitäten der Tapisserie und der Rahmenbedingungen ihrer Produktion: Unter welchen Vorzeichen hat sich diese Kunstform entwickelt und was war ihr Erfolgsgeheimnis? Welche Expertise braucht es und welche Qualitäten muss ein Standort haben, an dem solch aufwendige Bildwirkereien entstehen können? Wie ist es eigentlich möglich, Malerei mit ihren fließenden Farbverläufen in das Medium der Tapisserie zu übersetzen? Dabei kommen Fragen nach dem verwendeten Material und den Möglichkeiten und Grenzen der Technik ebenso zur Sprache wie Herausforderungen im Erhalt der kostbaren Bildwirkereien.
Ablauf
16 Uhr: Führung durch die Ausstellung: Paradise Lost.
17 Uhr: Gespräch
Anschließender Umtrunk
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Katja Schmitz-von Ledebur
Katja Schmitz-von Ledebur
Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Deutschen Philologie in Bonn und München. Stationen am Bayerischen Nationalmuseum München und Deutschen Historischen Museum Berlin. Seit 2003 Kuratorin der Kunstkammer und der Kaiserlichen Schatzkammer des Kunsthistorischen Museums Wien sowie Leiterin der Textilrestaurierung; seit 2023 Direktorin beider Sammlungen. Publikationen zu Tapisserien, liturgischen Gewändern und Krönungsgewändern.
Regina Knaller
Regina Knaller
Ausbildung zur Textilrestauratorin in Wien und an der Abegg-Stiftung in Riggisberg, Schweiz. Projekte u. a. an den archäologischen Instituten von Jerusalem und Xi’an/Provinz Shaanxi, China. Leitung Fachbereich Textilrestaurierung an der Universität für angewandte Kunst in Wien, Institut für Konservierung und Restaurierung (2006-2011). Lehrtätigkeit an in- und ausländischen Instituten. Seit 2014 freiberufliche Textilrestauratorin.
Andrea Stockhammer
Andrea Stockhammer
Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien. Stationen in der Österreichischen Galerie Belvedere, im Kunsthistorischen Museum Wien und als Kustodin der Fürstlich Liechtensteinschen Sammlungen. 2010 bis 2016 Leitung des Landesmuseums Mainz. 2016 bis 2022 Sekretariat für das Welterbe von Rheinland-Pfalz. Seit 1. Oktober 2022 Direktorin des DomQuartiers Salzburg.
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Treffpunkt Führung: Residenzgalerie (3. OG)
Treffpunkt Gesprächsreihe: Prunkräume (2.OG)
Kosten: € 10,– inkl. Getränk / € 5,– mit DQS-Jahreskarte
Onlineticket empfohlen
Aufgrund beschränkter Teilnehmer:innenzahl
Restplätze können an der Kassa oder vorab telefonisch erfragt werden.